von Gudrun Trinker

Beltane

Die Walpurgisnacht am 30. April, dem 1. Mai oder auch der Maivollmond, eignen sich hervorragend, um die Lebenskraft, die sich nun allerorts in der Natur widerspiegelt, auch in unser Leben einzuladen.

Im Mai erwacht die Lebenskraft überall. Die Sonne scheint warm, das erste helle zarte Grün der Bäume und Sträucher entfaltet sich in seiner ganzen Pracht und wird zu einem satten dunklen Grün. Blumen blühen allerorts und auch die Insekten sind fleißig auf Nahrungssuche. Das Leben hat sich trotz aller Widrigkeiten behauptet. Nichts steht der Entfaltung des Lebens mehr im Weg. Vertrauen in die Wärme und das Licht herrschen vor, keine Zweifel trüben die Freude und die Lebenslust, die in allem spürbar wird. Wir sind im Wonnemonat angekommen.

Wer nun durch den Sonnenschein schlendert, die üppigen Blumenwiesen betrachtet, die duftenden Holunderbüsche riecht, mit allen Sinnen die Natur wahrnimmt, spürt ganz bewusst, wieviel Schönheit die Entfaltung des Lebens mit sich bringt, wieviel Lebenskraft alles Lebendige durchströmt. Auch die Tierwelt gibt sich dem Sprießen der Säfte hin. Allerorts finden sich Pärchen zusammen, die Vögel sitzen in ihren Nestern und legen Eier, viele Jungtiere werden im April und Mai geboren. Fruchtbarkeit und spielerische Freude erlebt man überall. Lebens- und Liebeslust an allen Ecken und Enden. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von der Heiligen Sexualität, in der die Ehrung des Lebens schlechthin zum Ausdruck gebracht wird. Viele Bräuche, die heute noch gelebt werden, haben ihren Ursprung in diesen alten Riten. Wie unser Maibaum, der als Phallussymbol gilt, der in den Bändertänzen umgarnt/umwickelt wird. Die Ringe, die um den Maibaum angebracht sind, stellen den fruchtbaren Schoß dar.

Die energetische Qualität im Mai ist freudig und lebendig. Im Mai spiegelt sich die Liebe des Göttlichen zu allem Leben.

Zu Beltane wollen wir diese Lebenskraft in unser Leben einladen. Gibt es Bereiche in unserem Leben, die zu wenig Lebenskraft erhalten oder in denen wir uns vielleicht gar nicht zutrauen unsere Lebenskraft zu entfalten? Finden wir wieder Mut und trauen uns, unsere Wildheit, unsere Freiheit, unsere Weiblichkeit, unsere ureigene Leichtigkeit zu leben. Seien wir mutvoll. Frage nichts - feiere dich pur!

Ich freue mich auf euch!

Eure Gudrun

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