Lady prayer

Große Mutter, hilf mir meinen Geist für dich zu erwecken.
Große Mutter, unterstütze mich meine Visionen zu öffnen und zu erweitern.
Große Mutter, sei in meiner Stimme, meinem Atem und in all meinen Tätigkeiten, die ich in deinen Dienst stelle.
Große Mutter, erfülle mein Herz mit deiner Liebe.
Segne meinen Schoß der Kreativität, segne meine Sexualität und erde mich in deiner Liebe.

 

Warum Rituale

Wir leben in einer Zeit, in der alles möglich ist. Wir können die ganze Welt bereisen, Essen rund um die Uhr zu uns nach Hause bestellen, Freunde und Partner per Internet finden, per Knopfdruck sämtliche virtuelle Welten entstehen lassen. Wir sind so vernetzt, omnipräsent und aktiv wie nie zuvor.

Je mehr wir jedoch im Außen leben, desto einsamer werden wir oft in unserem Inneren. Ziellosigkeit, Übersättigung, Unzufriedenheit, Leere, Einsamkeit und, im wahrsten Sinn des Wortes, Sinnlosigkeit,  treten in unserer Gesellschaft immer mehr zu tage.

Rituale sind ein wesentlicher Bestandteil in unserem Leben. Jeder lebt seine ganz eigenen Rituale jeden Tag. Angefangen vom individuellen Morgenritual bis hin zum persönlichen Ritual am Abend, sind die meisten von uns mit Ritualen vertraut, wenn sie uns oft auch nicht als solche bewusst sind. Besonders gerne werden mit Kindern regelmäßig Rituale zelebriert, um ihnen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.

"Wie außen so innen" - dieser Satz gilt auch für die Jahreskreisfeste. So erlebe ich es zumindest, wenn ich mich auf den Lauf des Jahresrades einlasse und spüre, dass die Kräfte, die im Außen wirken, mit dem Inneren ident sind. Wichtig ist dabei jedoch, dass wir die Feste nicht "spielen", sondern mit unserem ganzen Sein erfüllen. Auf diese Weise erleben wir jedes Jahr immer wieder neu das Werden und Vergehen der Natur, das Wirken der Großen Mutter auch in uns selbst: das Sterben, Träumen und Visionieren, Wachsen, Blühen, Fruchten und Ernten, das Sichverschenken, um abermals zu sterben.

Manch einer mag überrascht sein, wie tief dieser Zyklus in uns wirken kann. Es kann auch erschrecken, denn manchmal stirbt etwas anderes, als wir erwartet und manchmal wächst etwas anderes, als wir uns gewünscht haben. Doch im bewussten und ehrlichen Sich-einlassen, sind es immer die "gutmütigen Tode", die kommen. Gemeint sind die inneren Sterbe- und Loslöseprozesse, die uns zu mehr Ganzheit, Freiheit und Gelassenheit führen.

So feiern wir in einem steten Ablauf, alle 6 Wochen, von Imbolc über Ostara, Beltane, Litha (Sommersonnenwende), Lughnasadh, Mabon, Samhain bis hin zu Jul, bewusst das Geschehen in der Natur, reflektieren unser eigenes Leben im Betrachten und Erspüren von Mutter Erde. Ein tiefes Angebundensein an das Netzwerk des Lebens darf entstehen. Diese Rituale geben Halt, Geborgenheit und vermitteln das Gefühl immer und sicher getragen zu werden. Das materielle Außen rückt immer mehr in den Hintergrund, verliert an Bedeutung. Tief empfundene Zufriedenheit, Freude und Dankbarkeit aus uns selbst heraus, treten an seine Stelle.

Ohne großen Aufwand wird so (wieder) der Sinn des Lebens in unsere Herzen gepflanzt.

Heiliges Wasser

Aus der Tiefe der Erde fließt du ans Licht. Von Anbeginn der Zeit, bis zu ihrem Untergang. Nichts ist weicher und nichts ist härter als du. Deine Stärke ist die Geduld, mit der du jedes Hindernis überwindest. Schenke mir deine Kraft, sei du stets mein Vorbild!

Unsere Erde, der Blaue Planet! Der Großteil der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Auch unser Körper besteht zu 70 Prozent aus diesem Element.

Ohne Wasser gäbe es kein Leben!! Nichts würde wachsen, wir hätten nichts zu essen, wir könnten schlichtweg nicht existieren.

WASSER IST LEBEN!!

Machen wir es uns zur Aufgabe, dieses kostbare Element vor allem zu achten, zu ehren und zu schützen. Geben wir uns dem Fluss des Wassers, des Lebens hin.

Heiliges Feuer

Tief im Bauch von Mutter Erde, kraftvoll und stark. Die Sonne unser Himmelsfeuer. Du schenkst uns Wärme, Licht und Schutz. Deine Stärke ist die Wandlung. Gib uns die Kraft immer wieder auch in uns die Flamme des Lebens, unseren Lebensfunken zu entzünden.

Was wären wir ohne Feuer, ohne Wärme, ohne Sonne, ohne Licht?

Die Sonne, unser Himmelsfeuer, der Motor für alles Leben auf unserer Erde. Ohne Wärme, ohne Licht würde nichts gedeihen, würden unsere Seelen darben. Wieder könnten wir rundheraus nicht existieren.

FEUER IST LEBEN!

Was wären wir ohne Herdfeuer? Ein Kochen, so wie wir es kennen und schätzen, wäre nicht möglich. Wie wichtig das Licht für unser Gemüt, unsere Seele und auch unseren Körper ist, merken wir oftmals in den dunklen Wintermonaten, in denen viele Menschen in Trübsinnigkeit verfallen.

Lernen wir jeden Tag unsere Sonne, die Wärme und das Licht zu schätzen, und seien wir dankbar!!

Heilige Luft

Einatmen, ausatmen! Einatmen, ausatmen! Wir tun dies meist unbewusst, und erst wenn uns die Luft wegbleibt, spüren wir, wie lebensnotwendig wir dieses Element brauchen. Ohne Luft zum Atmen könnten wir nicht leben!

LUFT (ATEM) IST LEBEN!

Wie jedes andere Element, kann auch die Luft Segen und Fluch sein. Die frische Brise am Morgen, das laue Lüftchen an einem heißen Sommertag, der Atem, der unsere Lungen füllt, aber auch der oftmals todbringende Wirbelsturm.

Heilige Luft, du bringst Klarheit, Frische, Leichtigkeit. Du bist der Atem in unserem Leben!

Heilige Erde

Heilige Erde, unser aller Mutter! Du gibst uns Halt, Sicherheit, Stabilität. Du trägst uns durch alle Zeiten. Tief verwurzelt stehen wir auf dir, spüren unseren Herzschlag als den deinen. Wir sind alle deine Kinder, du nährst uns, bist unsere Heimat. In tiefer Dankbarkeit wollen wir dich ehren, achten und schützen.